Noam Carmeli ist ein erfahrener Lehrer, Tänzer, Regisseur und Produzent (bis 2010 war er Architekt). Seit über zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich mit der Schnittstelle zwischen Kunst, körperlicher Praxis und persönlichem und sozialem Bewusstsein.
Als Lehrer und Performer hat sich Noam auf Contact Improvisation und Gruppenimprovisation spezialisiert. Sein Unterricht kombiniert auch Kenntnisse aus Aikido, der Ilan Lev-Methode (I.L.M.) und Gaga. Seit 2005 unterrichtet und performt er sowohl in Israel als auch international. Zu seinen Erfahrungen gehören die Zusammenarbeit mit Tänzern in professionellen Tanzkompanien, Hochschulen und Schulen sowie mit der breiten Öffentlichkeit.
Noam ist Geschäftsführer der Contact Improvisation Association in Israel, Co-Direktor des Studio Tena und Mitbegründer der Octet Improvisation Group. Außerdem leitet er das Community Dance Project für das Kulturministerium. Mit einem Master-Abschluss, der sich auf Gruppenimprovisation als Performancekunst und Übungsraum für Zugehörigkeit und Gemeinschaft konzentriert, bringt Noam eine einzigartige Perspektive in seinen Unterricht ein, indem er technisches Fachwissen mit einem Schwerpunkt auf Verbindung und Kreativität verbindet.
„Das Kunstwerk ist der Vermittler des Unaussprechlichen.“
~ Goethe
Alles beginnt mit dem Spüren.
Ich öffne mein Bewusstsein für das, was in meinem Körper geschieht – innerhalb und außerhalb meiner Haut, in
Dunkelheit und Licht.
Durch Berührung höre ich dir zu:
In welche Richtung?
Wie viel?
Schnell oder langsam?
Gebe ich oder empfange ich?
Ich richte meinen Körper so aus, dass er dich unterstützt.
Wie sehr lehne ich mich an dich?
Gemeinsam lauschen wir der leisen Geschichte, die entsteht – erscheint und verschwindet – und das Unaussprechliche zum Ausdruck bringt.
Im ersten Teil des Tages werden wir Möglichkeiten erkunden, wie wir die Qualität unseres Körpergewichts beeinflussen können – wie wir uns als Basis verwurzeln und erden können und was uns dabei
unterstützt, als Flieger leichter zu werden.
Wir werden uns eingehender mit der Bewegung der Streckung und den verschiedenen Qualitäten des Drückens und Reichens als biomechanisches Organisationsprinzip des Bewegungsapparates befassen, das
die Qualität des Körpers beim Tanzen stark beeinflusst.
Im Laufe des Tages werden wir einen Raum schaffen, um mit dem „Material der Schwerkraft” – dem Gewicht – zu arbeiten.
Wir werden verschiedene Ausdrucksformen einladen, die von Klarheit, Vertrauen und Freiheit geprägt sind, damit Körper und Herz unsere Geschichte durch Tanz offenbaren und teilen können.