Klassen

Die Klassen sind kurze Workshops von zwei Stunden. Hier gibt es die Möglichkeit jeden Nachmittag zwischen zwei Workshops einen zu wählen. Die Klassen geben einen kurzen Einblick in die Arbeit der unterschiedlichen Lehrer.

Irina Hortin (Düsseldorf) Tensegrität in Bewegung

"Tensegrität in Bewegung"

`Tensegrity`ist ein vom Architekten, Ingenieur und Philosophen R.B. Fuller geprägtes Wort(spiel) aus engl. tension & integrity, also aus Zugspannung und Stabilität oder Unversehrtheit, womit Fuller ein Prinzip lebendiger Strukturen benennt:

Den Zusammenhalt einer Struktur durch ein Kontinuum von Zugspannung, das Zusammenspiel von Zug- und Druckkräften, die sich gegenseitig stabilisieren.

Übertragen auf den menschlichen Körper bedeutet Tensegrität das synergetische Zusammenspiel zwischen den nach aussen gerichteten Kräften z. B. unserer Knochen und den nach innen strebenden elastischen Elementen unseres Muskel- und Fasziensystems. Das subtile und atemberaubend komplexe Zusammenwirken beider ermöglicht uns eine federnde und anpassungsfähige Stabilität – und unseren Tanz mit der Schwerkraft und miteinander!

Ich lade Euch ein, mit dem Modell und dem Prinzip der Tensegrität zu spielen, mit Expansion und Zusammenhalt unseres (gemeinsamen?) Körpers im Tanz. Hier noch ein Bild - oder mehr als nur ein Bild? – das uns dabei begleiten soll: Knochen, die in einem Meer der sich stets neu regulierenden Zugspannung unserer Muskeln und Faszien dahingleiten...

Bei dieser Forschungsreise schöpfe ich aus dem Axis Syllabus* als Referenzsystem. Seit 2015 bin ich in der Ausbildung und im Zertifizierungsprozeß zur AS Lehrerin.

Irina Hortin

studierte zeitgenössischen Tanz, Literatur und Linguistik in Deutschland, Frankreich und Argentinien, wo sie den Tango intensiv kennen- und lieben gelernt hat. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Köln, München und überall dort, wo sie getanzt und gelebt hat - vor allem aber im Nomadic College bei Frey Faust, der wegweisend für ihren tänzerischen Weg war und ist. Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin, Choreographin und Dozentin (u.a. am Tanzhaus NRW und bei Contact(Tango)Festivals) und ist zertifizierte IyengarYogalehrerin. Seit 2012 ist sie Choreographin für das Schalktheater/Zürich. Zusammen mit Gabriele Koch leitet sie das Projekt 1001Tropfen (www.1001tropfen.de) und kreiert Tanztheater in der Natur und im urbanen Kontext. Irina interessiert sich lebhaft dafür, wie der menschliche Körper jenseits von Sprache kommuniziert, für seine Resonanz in anderen Körpern und im weiteren Umfeld. Sie ist Mitglied des ASIRN (Axis Syllabus International Research Network www.axissyllabus.org), im Zertifizierungsprozess zur AxisSyllabusLehrerin und forscht praktisch, theoretisch – und leidenschaftlich! - rund um das kinetische Potential unseres Körpers. (www.irinahortin.com)