Klassen

Die Klassen sind kurze Workshops von zwei Stunden. Hier gibt es die Möglichkeit jeden Nachmittag zwischen zwei Workshops einen zu wählen. Die Klassen geben einen kurzen Einblick in die Arbeit der unterschiedlichen Lehrer.

Andrew Wass (USA/Berlin) -              "1 + 1 + 1 + 1…"

1 + 1 + 1 + 1…

 

Contact Improvisation ist ein Duett zwischen Dir selbst und dem/den/der anderen. In dieser Klasse werden wir die Beziehung zwischen Solo und Duett/Trio usw. untersuchen.

 

Wir nutzen konzeptionelle Dreiergruppen, wie Widerstand leisten/Folgen/Abbruch,

 

Ort/ Dauer/Wirken und Boden/Kontakt/Boden. Die Klarheit dieses Konzeptes gewährt

 

den Tanzenden die Möglichkeit, die Aktionen sich überlagern zu lassen, sodass sich ein kaotischer und doch verständlicher Tanz entwickeln kann.

Andrew Wass studiert, lehrt, unterrichtet und forscht ContactImprovisation seit 20 Jahren.

 

Er hat auf Festivals, in Universitäten and in Studios in vielen Ländern unterrichtet. Andrew Wass hatte die Möglichkeit mit Nancy Stark Smith, Nina Martin, Ray Chung, Scott Wells, Jess Curtis und vielen anderen zu performen. Er graduierte mit einem Master-Abschluß in Solo/Tanz/Authorship am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz in Berlin und verfolgt gegenwärtig das Studium zum Doktor in Tanz an der TWU in Denton, TX. “He is a Lower Left artist and a certified Ensemble Thinking teacher”.

Er lebt seit 2009 in Berlin.

wasswasswass.com

lowerleft.org

Andrzej Woźniak (Poland)             Small Dance - ein unvollendetes Lied

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zum Small Dance. Meist empfinde ich ihn als eine brilliante Übung, um die inneren subtilen Bewegungen wahrzunehmen, manchmal verwirrt mich diese Arbeit.

 

Die Einführung von Steve Paxtons Small Dance aus dem Jahr 1977 ist eine genaue, klare Poetry.

 

Seitdem bin ich sehr an Wörtern und ihren Einfluss auf unsere körperbezogene Wahrnehmung interessiert und schaue damit wie durch eine Linse auf Abbildungen. In dieser Klasse will ich versuchen, meine Arbeit mit Euch zu teilen.

 

 

Bitte bringt Schreibzeug mit and lets small dance.

Andrzej Woizniak

 

 

Ich bin Contacttänzer und Contactlehrer aus Warschau, Polen. Ich liebe es Contact zu

 

tanzen, das Tanzen hat mich mitfühlender gemacht und hält mich lebendig und neugierig. Ich bin interessiert an der Subtilität von Berührung und Gewicht sowie an den Themen Power und Politik in Verbindung mit Musik.

Ich schreibe sehr schlechte Poetry.

 

Dorothée Däster (CH)                  Räume zwischen Contact und Improvisation                                    (wo bin ich?)

Dem Zug des Tanzes zu folgen, dem Moment der Improvisation freien Lauf zu geben.
Die eigene "Komfort-Zone" zu verstehen und zu respektieren um damit
die Kreativität in uns aufzuwecken und zu vertanzen.
Der Bogen von der Stille, der Meditation, zum Sprung ins Ungewisse.

Dorothée Däster hat 1993 das erste Mal in Bern (CH) Somatics und Contact Improvisation kennengelernt. Sie hatte 1994 die Chance, mit Alito Alessis und Emery Blackwells „Danceability“ in Deutschland auf Tournee zu gehen. Anschließend arbeitete sie mit Karen Nelson im Tanzprojekt „Diverse Dance“. Die Faszination des Körpers und ihn im Tanz zu genießen, war für Dorothée eine zentrale Erfahrung. Es folgten Kinetic Awareness mit Francis Becker und 1995 ein „Intensive“ mit Sara Shelton Man und Contraband. Workshops mit Daniel Lepkoff, KJ Holmes, Rusty Lester, Rochus Schmucker, Nancy Stark Smith, Kirstie Simson, Robin Feld, ein Jahr des Praktizierens der traditionellen Selbstverteidigung „Pencak Silat“ in Indonesien sowie das Erlernen des Apnoe-Tauchens haben ihr Tanzen sehr geformt. Ein Research, 2012 von Karen Nelson organisiert und von Steve Paxton geleitet, sowie die regelmäßige Teilnahme an den Breitenbush-Jams seit 1994 haben ihre Freude an Tanz und Austausch vertieft.

 

Im Moment ist sie fasziniert vom Tanz im tiefen Wasser und vom CI auf Stelzen. In den letzten Jahren performte, unterrichtete und choreographierte sie auf Theater- und Tanzfestivals, u.a. in Basel, Luzern, Kanada, Hohlzke sowie in Uster.

 

Esther Berias (Hannover) Inspirierende Spiralen

In dieser CI Klasse werden wir uns mit der Wirbelsäulenverbindung „Kopf-Steißbein“ beschäftigen, um wunderschöne, ökonomische und spaßige Bewegungsmuster zu erlernen, die aus Spiralen bestehen.
Diese inspirierenden Spiralen helfen uns leichter in Körperkontakt mit einem Partner zu gehen und auch in Lifts.
Wir werden uns dabei von Tierbewegungen inspirieren lassen. Auch betrachten wir den theatralen Aspekt von einem „spiraligem“ sich Annähern an einen Partner im Vergleich zu einem linearen. Beide machen Spaß!

Esther Berias

Tänzerin, Tanz-Pädagogin, Choreografin, Pilates-Trainerin, Yoga-Lehrerin
Solange ich mich erinnern kann, habe ich Bewegung geliebt. Für mich ist Bewegung Ausdruck von Lebendigkeit! Mein Hauptinteresse liegt in der Contact-Improvisation sowohl als Kunstform als auch als Lebensprinzip!

VITA

Studium:
Choreographie & Postmodernen Tanz (Diplom) an der Hogeschool voor de Kunsten Amsterdam S.N.D.O., Niederlande (1997-2001)

Integrative-Tanzpädagogik am DIT (Deutsches Institut für Tanz-Pädagogik), Köln (1995-1997)

Arbeit als freischaffende Künstlerin:
Seit 2001 freischaffende Tänzerin und Choreografin in den Niederlanden, Schweden, Dänemark,  Frankreich, Mexiko und Deutschland u.a. bei Festivals und an freien Theatern wie „Eigenarten Festival, Hamburg“, „Tanz Bremen“, „Oerol Festival, Niederlande“, „Dansscenen Kopenhagen“, „Danscentrum Väst Göteborg“, „Projekttheater Dresden“, „Muiderpoorttheater Amsterdam“.

Lehre:
Seit 2006 Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater & Medien Hannover, Schauspielabteilung. Lehrgebiet: Bewegung, moderner und postmoderner Tanz

Weiterbildung:
Pilates-Trainerin (Polestar Pilates, Köln) 2007
Yoga-Lehrerin (Institut für Yoga & Gesundheit Köln) 2013/14
Traditionelle Thaimassage im Holistic Bodywork Konzept 2016

Irina Hortin (Düsseldorf)    Tensegrität in Bewegung

"Tensegrität in Bewegung"

`Tensegrity`ist ein vom Architekten, Ingenieur und Philosophen R.B. Fuller geprägtes Wort(spiel) aus engl. tension & integrity, also aus Zugspannung und Stabilität oder Unversehrtheit, womit Fuller ein Prinzip lebendiger Strukturen benennt:

Den Zusammenhalt einer Struktur durch ein Kontinuum von Zugspannung, das Zusammenspiel von Zug- und Druckkräften, die sich gegenseitig stabilisieren.

Übertragen auf den menschlichen Körper bedeutet Tensegrität das synergetische Zusammenspiel zwischen den nach aussen gerichteten Kräften z. B. unserer Knochen und den nach innen strebenden elastischen Elementen unseres Muskel- und Fasziensystems. Das subtile und atemberaubend komplexe Zusammenwirken beider ermöglicht uns eine federnde und anpassungsfähige Stabilität – und unseren Tanz mit der Schwerkraft und miteinander!

Ich lade Euch ein, mit dem Modell und dem Prinzip der Tensegrität zu spielen, mit Expansion und Zusammenhalt unseres (gemeinsamen?) Körpers im Tanz. Hier noch ein Bild - oder mehr als nur ein Bild? – das uns dabei begleiten soll: Knochen, die in einem Meer der sich stets neu regulierenden Zugspannung unserer Muskeln und Faszien dahingleiten...

Bei dieser Forschungsreise schöpfe ich aus dem Axis Syllabus* als Referenzsystem. Seit 2015 bin ich in der Ausbildung und im Zertifizierungsprozeß zur AS Lehrerin.

Irina Hortin

studierte zeitgenössischen Tanz, Literatur und Linguistik in Deutschland, Frankreich und Argentinien, wo sie den Tango intensiv kennen- und lieben gelernt hat. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in Köln, München und überall dort, wo sie getanzt und gelebt hat - vor allem aber im Nomadic College bei Frey Faust, der wegweisend für ihren tänzerischen Weg war und ist. Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin, Choreographin und Dozentin (u.a. am Tanzhaus NRW und bei Contact(Tango)Festivals) und ist zertifizierte IyengarYogalehrerin. Seit 2012 ist sie Choreographin für das Schalktheater/Zürich. Zusammen mit Gabriele Koch leitet sie das Projekt 1001Tropfen (www.1001tropfen.de) und kreiert Tanztheater in der Natur und im urbanen Kontext. Irina interessiert sich lebhaft dafür, wie der menschliche Körper jenseits von Sprache kommuniziert, für seine Resonanz in anderen Körpern und im weiteren Umfeld. Sie ist Mitglied des ASIRN (Axis Syllabus International Research Network www.axissyllabus.org), im Zertifizierungsprozess zur AxisSyllabusLehrerin und forscht praktisch, theoretisch – und leidenschaftlich! - rund um das kinetische Potential unseres Körpers. (www.irinahortin.com)